Offenen Brief an Kölner Oberbürgermeister

Bitte überdenken Sie die Baumaßnahme Rheinparkcafé

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Blumen blühen am Rhein” war das Motto der Bundesgartenschau 1957. Durch Hoffnung, Respekt und Sinnhaftigkeit erblühen Menschen. Das kleine Café im Rheinpark ist ein Ort, an dem der Besucher menschliches Maß und Heiterkeit spürt. Nun fürchten wir, dass ihm ohne Not gerade das genommen wird, was seinen Charme ausmacht.

Seit 2013 engagiert sich die Initiative “Perle sucht Dame“ für den Erhalt dieses Kleinods. Sehr groß war daher bei uns die Freude, als jüngst der baldige Beginn der Sanierung angekündigt wurde.

Allerdings teilen wir die Meinung des Urheberrechtsinhabers des Park-Cafés, der die geplanten Eingriffe als „brutal“ und „den Charakter und die Ästhetik des Gebäudes in erheblichem Maße beeinträchtigend“ darstellt. Reißt man die Rampe ab und baut im Obergeschoss einen Glaskubus ein, so werden die charakteristische Einbettung in die Parklandschaft und das feine Ineinanderspiel der einzelnen Ebenen nicht mehr ablesbar sein.

Wir sehen die einzigartige Chance, zusammen mit dem Sternwellenzelt des Pritzker-Preisträgers Frei Otto am Tanzbrunnen und dem Staatenhaus des damaligen Kölner Stadtbaudirektors Adolf Abel ein Ensemble mit hohem Qualitätsanspruch und Respekt vor dem architektonischen Erbe auszuweisen. Eine behutsamere Sanierung würde eine größere Strahlkraft weit über die Kölner Grenzen hinaus sichern. Mit kleinem Budget ist eine Vorbildfunktion möglich.

Bitte setzen Sie sich für ein Überdenken und einen Richtungswechsel der aktuellen Planung ein.

Mit freundlichen Grüßen und in ernster Sorge um eine Perle im Rheinpark,
Oliver Grebe, Initiator von „Perle sucht Dame“.

Schreiben_1

Schreiben_2

Anlagen und Verteiler siehe Originalschreiben:

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