Das Parkcafé

Die Bundesgartenschau 1957 sah vor, dass sich die erforderlichen Bauwerke in die geschaffene Einheit aus Park- und Stadtlandschaft so zurückhaltend wie möglich integriert werden sollten. Wie die gartenkünstlerische Gestaltung, so setzte sich auch die Architektur gegenüber der mehr monumentalen Bauweise vorangegangener Epochen deutlich ab. Die größeren Restaurationsgebäude waren die Rheinterrassen, das Parkcafé und das Rosencafé. Eines hatten alle drei gemeinsam: Die Aussicht auf den Dom.

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Eröffnungsrundgang 1957, angeführt von Bundeskanzler Konrad Adenauer, Oberbürgermeister Theo Burauen und Gartenbaudirektor Kurt Schönbohm.

Das Parkcafé. Bedingt durch seine Lage war das Parkcafé das Herzstück der Gartenschau. Es war lange Jahre eines der bekanntesten und beliebtesten Cafés in Köln. Es wurde von dem Grazer Architekten Rambald von Steinbüchel-Rheinwall entworfen und im Rahmen der Bundesgartenschau 1957 eröffnet, 1.200 Gäste fanden Platz auf seinen Terrassen.

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Parkcafé 1957 über den Wassergarten hinweg gesehen. Im mittleren Bereich die Fußgängerbrücke auf die Terrasse des Cafés, darunter links die Brücke über den Wassergraben.

Mit seiner Nierentischform stellt das Parkcafé ein herausragendes Beispiel der Nachkriegsarchitektur dar – einer Baukunst, die mit ihrer Leichtigkeit und Transparenz den Zeitgeist der jungen Republik widerspiegelt. Die besonderen Merkmale des anmutigen Baudenkmals sind die großflächige Verglasung und die skulpturale Großform. Der architekturgeschichtliche Wert dieses „Kleinodes“ und die gestalterische Qualität dieses Gebäudes gehen weit über eine rein lokale Bedeutung hinaus.

Durch den Sanierungsrückstand konnte bislang kein Investor und Betreiber für eine gastronomische Nutzung gefunden werden. Seit über 30 Jahren dämmert das Parkcafé vor sich hin und wartet auf eine angemessene Nutzung.

Das Rheinterrassenrestaurant. Am Südrand des Rheinparks wurde 1998 nach aufwendigen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen durch die Firma Rhein Connection die Gastronomie eröffnet. Die KölnMesse kaufte die Rheinterrassen von der Stadt und verpachtet sie über ihre Tochter KölnKongress an RheinConnection. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist mit viel Liebe neu gestaltet worden und erlebt eine gelungene Renaissance.

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Rheinterrassen 2014, Blick von dem Aussenbereich auf den Messeturm

Das Rosencafé. Am Nordrand des Rheinparks liegend wurde diese Gastronomie 2005 restauriert und in die Claudius Therme integriert. Das ursprünglich konzipierte große Restaurationsgebäude mit Ausrichtung zum Rheinpark wurde dem neuen Betreiberkonzept geopfert; von der öffentlichen Gastronomie zum privaten Wellnessbetrieb. Eine räumliche und funktionale Beziehung zum öffentlichen Rheinpark und seinen Nutzern ist nicht mehr vorhanden.

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Rosencafé 2014, die Bepflanzung gewährleistet für die Gäste der Claudius Therme Intimität – trennt jedoch das Gebäude von der öffentlichen Grünanlage ab.

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