Parkcafé am Tag des offenen Denkmals 2017

VON OLIVER GREBE

Das kleine überregional bedeutende Kölner Architekturjuwel war dieses Jahr nicht Teil der bundesdeutschen Denkmäler, die der interessierten Öffentlichkeit ihre Türen öffneten. Der Grund: es wird modernisiert. Konkreter: Entkernung und Teilabriss finden statt. Wer Bauherr ist, Wie es nach der Modernisierung Außen und Innen aussehen soll und Was das neue Betreiberkonzept für den Architekturcharme des Herzgebäudes der Bundesgartenschau 1957 bedeutet, ist bislang nicht klar erkennbar. Die Ende März 2017 abgegebene schriftliche Anfrage zum Sachstand der Baumaßnahme bei der Kölner Stadtverwaltung seitens „perle sucht dame“  ist bislang unbeantwortet.

AKTUELL

Baustelle Parkcafé 10.09.2017: im Vordergrund Einzelteile der abgebrochenen Stahlbetonrampe zur Aussichtsplattform. Foto: © Oliver Grebe

VORHER

Langgezogene Stahlbetonrampe mit Zwischenpodest als beschaulicher öffentlicher Zugang zur Aussichtsplattform mit Domblick. Foto: © Oliver Grebe

Das diesjährige Motto zum Tag des offenen Denkmals „Macht und Pracht“ und das diesjährige 60-jährige Jubiläum der Bundesgartenschau wären passende Chancen gewesen, mehr über konkrete Zukunftspläne der Modernisierung zu erfahren.

Warum tun sich alle beteiligten Akteure damit so schwer die Öffentlichkeit zu informieren?

Cover der Onlinebroschüre, © Stadtkonservator/in, Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege

Die Machtfrage
„Vieles aus dem alten Köln ist in den vergangenen 200 Jahren zerstört worden“ erläutert die Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Grußwort und Programm 2017 zum Tag des offenen Denkmals 2017 (Online) „Im privaten Bereich spielt der Wunsch, sich mit einem „schönen“ Umfeld zu umgeben, schon immer eine wesentliche Rolle. Im öffentlichen Bereich dagegen wird prachtvolle Architektur für „Macht“ gewählt. Dieser Begriff beschreibt im positiven Sinn die Nutzung von Fähigkeiten, steht aber auch oft als Synonym für „Herrschaftsausübung“. Historische Zeugnisse der Macht in Köln beschreiben beides: Einerseits drücken private wie öffentliche Bauten mit ihrer prachtvollen Architektur den herrschaftlichen Willen vergangener Zeiten aus. Auf der anderen Seite sind vor allem die öffentlichen Gebäude, die nach Kriegszerstörungen im funktionalen, zurückhaltend-eleganten Stil der 1950er-Jahre wieder aufgebaut wurden, repräsentative Ausdrucksformen für den demokratischen Anspruch unserer Zeit und der Kölner Bürgerschaft.“

Insbesondere der letzte Satz trifft enorm auf das Bundesgartenschaugelände 1957 zu: der Neubau der innovativen großen Gartenanlage mit Gastronomiearchitekturen war ein einmaliges Beispiel der gelungener Zusammenarbeit von Gartenbaukünstlern und Architekten und ein gebautes Sinnbild für eine demokratische Gesellschaftsvision die sowohl Öffentliche Erholungsqualität wie auch gestalterische Schönheit als Ziel hatte. Darüber hinaus war die Buga „Motor der Stadtentwicklung und Stadtwerbung“ (FAZ Magazin, Mai 2017, Café mit Aussicht) dazu.

Wer hat 2017 die Macht diese ehemalige gebaute Pracht von 1957 zu retten?
Aktuell entsteht der Eindruck, dass die neuen Betreiber mit der verantwortungsvollen Aufgabe alleine gelassen werden: Es gibt kein Bauschild, an dem bauliche Verantwortlichkeiten zu erkennen sind.

Die Lösungsfragen
Die Sonderedition „Aufbruch?“ der Kölner Initiative „perle sucht dame“ möchte die vielen offenen Fragen zur Modernisierung und das Interesse an Lösungen in die Fachwelt und die Öffentlichkeit tragen. Wir erwarten, dass die Qualitäten des Gebäudes, seine Offenheit, Leichtigkeit, Eleganz durch die laufende Sanierung und den geplanten Umbau behutsam gesichert werden und erhalten bleiben.

Baustelle Parkcafé 10.09.2017 hinter gelbem Infopavillion und weißem Toilettencontainer (rechts). Kölner Sonderedition „Aufbruch?“ mit Coverfoto von Hans Engels (links). Foto: © Oliver Grebe

Wir möchten daher alle an der Umsetzung Beteiligten mit Nachdruck ermuntern, sich weiterhin diesem Ziel zu verpflichten. Wir sehen die einzigartige Chance, noch eine Rettung mit hohem Qualitätsanspruch und Respekt vor dem architektonischem Erbe zu verwirklichen. Wir hoffen darauf, dass die Unterstützer des Buchprojektes auch bei der Suche nach Partnern für überregionale Förderungen behilflich sein werden.

Buchübergabe an erste Dame der Stadt Köln

VON OLIVER GREBE

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Buchübergabe an Frau Reker durch Oliver Grebe, Initiator von „perle sucht dame“, in Begleitung von Architektin Aysin Ipekci, BDA Köln. Foto: Architektin Irmgard Schwartz.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Rheinpark-Jubiläum hatte ich das Glück, der ersten Dame der Stadt Köln persönlich das Architekturbuch „Aufbruch?“ übergeben zu können.
Gemeinsam mit meiner Architektenkollegin Aysin Ipekci vom BDA Köln übergaben wir der Oberbürgermeisterin Henriette Reker am vergangenen Sonntag, 18. Juni 2017, das erste Exemplar der Kölner Sonderedition 2017 mit dem Rheinparkcafé auf dem Cover.
Anlass der Sonderedition ist, vor dem Hintergrund der 2016 begonnen Sanierung, an die überregionale baukulturelle Bedeutung des Herzgebäudes der Bundesgartenschau (BUGA) 1957 zu erinnern. So schaut das Cover auseinander gefaltet aus:

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Neuer Buchumschlag 2017 „Aufbruch?“ für bestehendes Architekturbuch 2012 „Aufbruch!“. Limitierte Kölner Sonderedition.

Die Buchüberbergabe an Frau Reker erfolgte im Anschluss an ihre offizielle Eröffnungsrede zum Jubiläumsfest. Mit einem großen Familienfest zu ehren des Rheinparks würdigten die Veranstalter Stadt Köln, Kölner Seilbahn und Förderverein Kölner Rheinpark den „Garten für alle Kölner“ (Kölnische Rundschau, 23.4.17). Bis Ende Oktober 2017 sind noch diverse Veranstaltungen im Rheinpark geplant. Die Lokalpresse berichtete:

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Kölner Pressestimmen (KR, EX, KStA) April 2017 zum Jubiläumsjahr und zu den Jubiläumsfeierlichkeiten im Rheinpark.

Im Hinblick auf die bereits 2016 begonnene Gebäudesanierung beim Rheinparkcafé ist es von großer Bedeutung, eine für das Rheinparkcafé angemessene Umsetzung zu begleiten und das Kölner Architekturjuwel aus den 50er Jahren im alten Glanz und im neuen Nutzungskontext zu erschließen.

Die konkrete Sorge: Aktuell wird der Pächter mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe alleine gelassen.

Die Unterstützer des Buchprojekts „Aufbruch?“ möchten alle an der Sanierung beteiligten Akteure mit Nachdruck ermuntern, eine behutsame, denkmalgerechte und qualitative Sanierung umzusetzen: Das Parkcafé im Kölner Rheinpark ist ein Zeitzeuge einer für Deutschland sehr bedeutsamen Phase der Demokratisierung. Hinzu kommt ein sehr hoher Identifikationswert für die Kölner Bürger. Eine behutsame Sanierung würde eine Stahlkraft weit über die Kölner Grenzen hinaus sichern. Mit kleinem Budget ist eine Vorbildfunktion möglich.

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Ideelle Unterstützerinstitutionen des Buchprojekts „Aufbruch?“ 2017 mit Logo, Coverausschnitt.

Nach Informationen der Kölnischen Rundschau vom 17.01.2017, Artikel: „Mehr als nur ein Bauzaun“, sind 12 Ämter an der Sanierung und Wiederinbetriebnahme des Parkcafés im Kölner Rheinpark auf der Bauherrenseite involviert. Bis zum Ende der Jubiläumsfeierlichkeiten, im Oktober diese Jahres, wird die Initiative „perle sucht dame“ allen zuständigen Dezernatsleitern bei der Kölner Stadtverwaltung ein „Aufbruch?“-Exemplar persönlich übergeben. Als Motivation und Ansporn für das WIR SCHAFFEN-DAS-Gefühl!
Dank der Hilfe dieser Unterstützer konnte die limitierte Kölner Sonderedition „Aufbruch?“ realisiert werden:

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Private Unterstützer des Buchprojekts „Aufbruch?“ 2017, Coverausschnitt.

Mit einer kleinen Spende ermöglichen Sie weitere Aktionen von „perle sucht dame“ und unterstützen die private Wertschätzungskampagne für das Rheinparkcafé.

Institut: Postbank Köln
IBAN: DE32 3701 0050 0355 0725 05
BIC: PBNKDEFF
Zweck: Aufbruch? Rheinparkcafé

Mehr zum Parkcafé: 11.06.2017, FAZ-Online, Andreas Rossmann: Café mit Aussicht
Mehr zum Buchprojekt: „Aufbruch?“
Mehr zur Initiative: „perle sucht dame“
Mehr zum Initiator: Oliver Grebe

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Parkcafé im FAZ-Magazin

VON OLIVER GREBE

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„Café mit Aussicht“ betitelt an diesem Wochenende die renommierte Frankfurter Allgemeine, Zeitung für Deutschland, ihren Artikel im Magazin. Der Redakteur Andreas Rossmann berichtet viel Interessantes aus der Vergangenheit des Kölner Architekturjuwels und erinnert mit großem SW-Foto nostalgisch an die ehemalige Blütezeit des Herzgebäudes der Bundesgartenschau von 1957. „Blumen blühen am Rhein“ lautete das damalige Motto der einmaligen Schau in Köln. Tolles altes Foto aus Graswurzelperspektive.

IMG_0246 (1)Welche Aussicht das Café und Baudenkmal der Nachkriegsarchitektur auf eine stilbewahrende und denkmalgerechte Rettung hat, darüber ist konkret im Artikel leider wenig zu erfahren. Gerne hätte ich – ähnlich detailgetreu wie die Recherche über die Gestaltungsziele der Entstehungszeit und die Ausstattung der damaligen Innenarchitektur – Fakten zu den geplanten gestalterischen Zielvorstellungen für den Umbau und die Sanierung erfahren. Seit Jahresanfang sind die Umbauarbeiten im Gange. Wie soll es denn mal werden? Werden nun alle weiteren anstehenden Bauentscheidungen von den neuen Pächtern getroffen?

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Ich hoffe der Artikel im überregionalen FAZ-Magazin mit der Titelstory: „Design alla famiglia“ regt dazu an, ein stärkeres öffentliches Interesse und Engagement für diesen gebauten Design-Schatz bei der überregionalen „famiglia“ der Architekturliebhaber zu erwecken.

Welche gestalterischen Ziele sind mit dem aktuellen Budget überhaupt umsetzbar?
Wie viel ist der Stadtgesellschaft die Rettung von hochwertigem Architekturdesign aus der Wiederaufbauzeit nach dem 2. Weltkrieg an dieser Stelle überhaupt wert?
Bei mir ist die Aussicht noch nicht so klar…

Landesinitiative NRW erneuert 2017 Parkcafé-commitment

VON OLIVER GREBE

Das Parkcafé im Kölner Rheinpark ist für die Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020 ein wichtiges Gebäude. Der gemeinnützige Verein setzt sich für eine lebenswerte, nachhaltige und qualitätvoll gestaltete bauliche Umwelt ein.

Mit einem offiziellen Unterstützungsschreiben 2017 erneuert StadtBauKultur NRW die ideelle Unterstützung der Arbeit der freiwilligen bürgerschaftlichen Initiative „perle sucht dame“ für den Erhalt und die Weiterentwicklung der kleinen Architekturperle und Herzgebäude des Kölner Rheinparks. Im Sanierungsjahr 2017 und dem 60. Jubiläumsjahr besonders wichtig!

Das erste offizielle Unterstützungsschreiben 2014 von StadtBauKultur NRW war eine wertvolle Hilfe dabei das Bewusstsein für die überregionale architektonische Bedeutung und das Interesse in der Fachwelt und Öffentlichkeit für unsere kleine „perle“ zu mehren. Das Schreiben 2014 öffnete die Tür zur Bundesebene und verhalf zum Unterstützungsschreiben durch die Bundesstiftung Baukultur, später sogar zur Eintragung im Jahresbuch „Who is who der Baukultur“.

Besonderen DANK an dieser Stelle für das stetige „commitment“ an Hanna Hinrichs und an Tim Rieniets!

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Ankündigung Buch-Sonderedition 2017: Aufbruch?

VON OLIVER GREBE

Aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Bundesgartenschau in Köln und der Geburtsstunde des heutigen Rheinparks planen wir als Sonderedition den Architekturbuch-Relaunch: Aufbruch? Eine Architekturperle der fünfziger Jahre in Köln. Mit der limitierten Kölner Sonderedition möchten wir das Bewusstsein für das Rheinparkcafé weiter schärfen und das Interesse in der Fachwelt und Öffentlichkeit mehren. Die Unterstützer dieser Sonderedition erwarten, dass die Qualitäten des Herzgebäudes des Rheinparks, seine Offenheit, Leichtigkeit, Eleganz, durch die jüngst gestartete Sanierung und den geplanten Umbau behutsam gesichert werden und erhalten bleiben.

Wir möchten daher alle an der Umsetzung Beteiligten mit Nachdruck ermuntern, sich weiterhin diesem Ziel zu verpflichten.

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Entwurf neuer Schutzumschlag der Sonderedition Aufbruch? Foto Hans Engels.

PROJEKTUNTERSTÜTZER angefragt/zugesagt:

Bundesstiftung Baukultur, Goethe-Institut, StadtBauKultur NRW, BDA-Köln e.V., hdak-Haus der Architektur Köln, Deutscher Werkbund NW, AFR-Architektur Forum Rheinland e.V. , NUGK-Netzwerk Urbanes Grün Köln, K2A2- köln kann auch anders, Kunsthistorisches Institut Uni Köln, Kunsthistorisches Institut Uni Bonn, Institut für Architekturgeschichte Uni Stuttgart, koelnarchitektur – Internetportal der Architekturstadt Köln, Chrysanth von Steinbüchel-Rheinwall, Stiftung Stadtgedächtnis, …

Vor 60 Jahren eröffneten im Frühjahr 1957 Bundeskanzler Konrad Adenauer, Oberbürgermeister Theo Burauen und Gartenbaudirektor Kurt Schönbohm feierlich die Bundesgartenschau im Kölner Rheinpark und sein Hauptgebäude das Park-Café.

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Bildquelle: Nachlass Schöhnbohm, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen der Stadt Köln.

BUCHKONZEPT

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Referenzedition 2012

Mit einem Treppenhaus-Motiv auf dem Schutzumschlag erschien 2012 das inspirierende Aufbruch!-Buch über deutsche Nachkriegsarchitektur. Das Rheinparkcafé in Köln, 1957 nach den Plänen des Architekten Rambald von Steinbüchel-Rheinwall erbaut, war leider nicht Teil dieser Publikation. Allerdings hatte der renommierte Fotograf Hans Engels, auf seiner Spurensuche in Deutschland, das ehemals elegante kleine Café im Kölner Rheinpark sehr wohl gebührend fotografiert! Nur durch ein Missgeschick fand das kleine Kölner Baudenkmal der Wiederaufbauzeit nicht den Weg in das Aufbruch!-Buch.

Dieses Versäumnis wollen wir mit einer Sonderedition heilen: Als neuer Schutzumschlag, der das von Hans Engels seinerzeit aufgenommene Foto zeigt, findet das Rheinparkcafé den Anschluss an die 1. Liga der bedeutenden Bauten der deutschen Nachkriegszeit.

Das Rheinparkcafé ist ein überaus geschichtsträchtiger Ort, mit dem sich die Kölner Bürger bis heute identifizieren. Der architekturgeschichtliche Wert und die gestalterischen Qualitäten werden im Kontext der von Hans Engels fotografierten Gebäude anschaulich erfahrbar.

Wir sehen die einzigartige Chance, eine Rettung mit hohem Qualitätsanspruch und Respekt vor dem architektonischen Erbe zu verwirklichen. Eine behutsame Sanierung würde eine Strahlkraft weit über die Kölner Grenzen hinaus sichern. Mit kleinem Budget ist eine Vorbildfunktion möglich.

Unser Anliegen:

„perle sucht dame“ ist eine ehrenamtliche Kölner Initiative. Wir engagieren uns, damit nach langjährigem Leerstand und Verfall, das Rheinparkcafé respektvoll und stilvoll saniert wird. Wir wünschen uns, dass die Architekturperle und Herzgebäude des Rheinparks wieder ein belebtes, beliebtes und schönes Ausflugsziel für Kölner Familien wird.

Wir begrüßen daher ausserordentlich die anstehende Sanierung des denkmalgeschützten Herzgebäudes der Bundesgartenschau 1957 durch die Stadt Köln. Vor Baubeginn sind aber noch viele Fragen zu den Nutzungs- und Umbauzielen zu klären, damit eine qualitative und denkmalgerechte Sanierung möglich wird.

In Zeiten knapper kommunaler Kassen und anderer Bauprioritäten (Wohnungsbau, Schulbau, Infrastruktur, …) kann dieses Ziel nur durch das Engagement und die Spendenbereitschaft von Bürgern, Vereinen, Firmen und Institutionen gelingen. Diese Menschen suchen wir.

Wir erinnern an die gesellschaftliche Bedeutung des überregional bedeutenden Baudenkmals der Nachkriegsmoderne – Zeugnis Bundesstiftung Baukultur – als Ansporn für das notwendige Engagement. Wir werben für Interesse und Wertschätzung in der Fachwelt und dokumentieren auf dieser Internetplattform die erhaltenen Unterstützerschreiben. Mit eigenen Kommentaren informieren wir über den aktuellen Sachstand und begleiten das Sanierungsprojekt mit Architektenaugen.  In einem weiteren Schritt soll diese Webplattform die finanzielle Unterstützung der Bürgerschaft bei der qualitativen Sanierung ermöglichen. Dieser befindet sich im Aufbau…

Das Café. Das Rheinparkcafé wurde 1957 im Rahmen der Bundesgartenschau gebaut und im Frühling 1957 feierlich durch den Bundeskanzler Konrad Adenauer eröffnet. Bis zu den 70er Jahren war das elegante Rheinparkcafé ein beliebtes sonntägliches Ausflugsziel für die Kölner Bürger. Während sich die Kinder im Park vergnügten, konnten die Eltern stilvoll und mit Domblick eine Tasse Kaffee trinken und ein Stück Kuchen dazu geniessen. Kaum ein Kölner der es damals nicht kannte und schätzte. Mit zunehmendem Wohlstand verlor der Rheinpark in den 80er Jahren an Attraktivität für die Bürger: Ausflüge in die Ferne waren angesagter als lokaler Charme. Der Cafébetrieb im Obergeschoss und auf dem Sonnendeck musste schliessen, nur der kleine Kiosk im Erdgeschoss und die Toiletten im Zwischengeschoss blieben in Betrieb. Mehr…

Der Architekt. Der Grazer Architekt Rambald von Steinbüchel-Rheinwall entwarf das Café, erarbeitete die Ausführungsplanung und war für die künstlerische Oberleitung 1956-57 verantwortlich. Der Poelzig-Schüler hat in den renommierten Ateliers von Peter Behrens und Hans Poelzig gearbeitet und gehörte zum Freundeskreis von Egon Eiermann, Sepp Ruf und Prof. Hentrich (Dreischeibenhaus in Düsseldorf).

Der Bauherr. Stadt Köln, Dezernat Wirtschaft und Liegenschaften, Amt für Wirtschaftsförderung, Abteilung Arbeitsmarktförderung. Die „Sanierung des Rheinparkcafé im Rheinpark“ ist Teil des Projektes „Win-win-für Köln“, ein kombiniertes Programm der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Bildungspolitik. Die bewilligten Sanierungskosten betragen 2,72 Mio. Euro, mit eine Bauzeit von 2 Jahren wird gerechnet. Als Fertigstellungsjahr wird 2018 anvisiert. Mehr…

Der Urheberrechtsinhaber. Die Umbauplanung 2013 wurde ohne Abstimmung mit dem Urheberrechtsinhaber erarbeitet. Die Initiative vermittelt 2014 den Kontakt zwischen dem Architektensohn Dipl.-Ing. Architekt Chrysanth von Steinbüchel-Rheinwall in München und dem Bauherr Stadt Köln. In mehreren folgenden Abstimmungsgesprächen der beteiligten Akteure wird mit Hilfe des Gestaltungsbeirates der Stadt Köln ein Konsens gefunden. Eine Überarbeitung der Planung wird erforderlich. 2016 stimmt der Urheberrechtsinhaber einer modifizierten Entwurfsplanung für den Umbau zu. Die daraus folgende Ausbauplanung muss noch mit dem Urheberrechtsinhaber abgestimmt werden.

Die Initiative.
 Wird Ende 2013 gestartet von Oliver Grebe, anlässlich des Ratsbeschlusses der Stadt Köln. Als Voraussetzung für die Sanierung beschliesst der Rat, einen Betreiber für die Architekturperle zu finden. Die Initiative startet daraufhin 2014 eine Wertschätzungskampagne und unterstützt die Betreibersuche der Stadt Köln. Die Fotoausstellung zum gleichnamigen Buch des Fotografen Hans Engels „Aufbruch! Architektur der fünfziger Jahre in Deutschland“ wird dank vieler lokaler Partner und überregionalem Crowdfunding finanziert und nach Köln gebracht. Ein Foto der Architekturperle Rheinparkcafé steht im Mittelpunkt der Ausstellung. WDR-Lokalzeit berichtet…
Die Betreibersuche endet 2015 erfolgreich. Mehr…

In einem Offenen Brief an den Kölner OB Roters bittet die Initiative 2015 um ein Überdenken der bestehenden Sanierungsplanung. Die Planung stellt wirtschaftliche Kriterien stark in den Vordergrund, denkmalgerechte Kriterien werden aus Sicht von Experten zu wenig berücksichtigt.

Die Baustelle.
2016 starten Entkernungsarbeiten und Schadstoffbeseitigungen im Innenbereich. Seit März 2017 steht das Aussengerüst, die Betonsanierung beginnt.

Der neue Betreiber. Im Frühjahr 2015 gibt der Bauherr Stadt Köln den neuen Betreiber und Gewinner des Interessebekundungsverfahrens bekannt. Mehr…
Im Frühjahr 2017 eröffnet der neue Betreiber einen Infopavillon vor dem Rheinparkcafé und zeigt dort wie das Rheinparkcafé in Zukunft aussehen soll. Mehr…

 

 

 

Demokratie, Bauen, Identität

VON OLIVER GREBE
war die Überschrift des interdisziplinären Symposiums am 10. Februar beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in Bonn. Genauer gesagt, die Bundesbauten in den Jahren 1949 bis 1990 waren Betrachtungsgegenstand. Die Bundesgartenschau 1957 in Köln fällt somit in diese Zeit, als Herzgebäude der Bundesgartenschau ist das Rheinparkcafé ein Bundesbau, richtig?

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Veranstaltungsflyer Symposium Bonn 10.02.2017

„Die Analyse der Bauten der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Entstehungsgeschichte erlaubt eine in Teilen neue Sichtweise auf den Prozess der Identitätsfindung der BRD. Darüber hinaus eröffnet sie nicht nur neue Ansätze für den Umgang mit dem baukulturellen Erbe der Bonner Republik, sondern auch eine erweiterte Sicht auf die aktuelle bauliche Darstellung des Bundes in Berlin und im internationalen Kontext“. So der Ankündigungstext im Flyer.

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Global denken – lokal handeln. Überregionaler Input lokal angewandt. (Bildmontage: Oliver Grebe)

Vereinfachter: Welche Haltung repräsentiert Deutschland durch seine Bauten im Inland und im Ausland?

Die Veranstaltung des Instituts für Architekturgeschichte der Uni Stuttgart, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie dem BBR fand Dank der Unterstützung der Wüstenrot Stiftung statt.

Durch Fachvorträge von Bauherren, Historikern und Soziologen wurden Antworten auf heute noch offene Fragen zur Bedeutung der Nutzung, der Umnutzung, dem Weiterbau und der Denkmalpflege erarbeitet. Als besondere Merkmale der Demokratie zitierte der Kölner Ministerialdirigent Ralf Poss die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth: Offenheit und Transparenz.

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Weisheiten in Stein gemeißelt: Eingangstafel am BBR, Deichmanns Aue, Bonn. (Bild: Oliver Grebe)

Als Anspruch für die Auszeichnung der Bundesbauten nannten die Akteure und Fachleute:

– Hohe Gehaltstauglichkeit
– Städtebauliche Anpassung
– Architektonische Qualität Innen und Außen
– Identität stiften
– Nachhaltigkeit

Als Merkmal demokratischen Bauens soll nicht nur Wirtschaftlichkeit sondern mit Bedeutungsüberschuss gebaut werden. „Mehr Begeisterung wagen“. Der Kölner Kunsthistoriker Nußbaum plädierte dafür „die freien Kräfte der Gesellschaft zum Spielen einzuladen. Anti-Demokratisch sei jedoch das Zerstören von Architektur“.

Inhaltliche Parallelen zur „perle“ Rheinparkcafé entdeckte ich allerorten. Insbesondere aber in den leichten, filigranen und transparenten Bauten der großen Baumeister der Bonner Republik wie Egon Eiermann, Sep Ruf, Hans Schwippert u.a. Das ist die „perlen“-Liga.

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v.l.n.r.: Prof. Dr. Norbert Nußbaum, Ministerialdirigent Ralf Poss, Prof. Dr. Klaus Jan Philipp, Petra Wesseler, Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert und Dr. Angelika Schyma im „Schlosstrakt“ des BBR in Bonn. (Bild: Oliver Grebe)

Während der reichlichen Kaffeepausen suchte (verfolgte) ich honorigen Damen und Herren, um wertvolle Tipps zur Wertschätzungskampagne der kleinen Kölner „perle“ zu bekommen. Als hoffnungsvolles Beispiel einer jüngsten Bundesförderung aus dem Bereich der Öffentlichen Bauten und der damit verbundenen Rettung als nationales Kulturgut wurde mir das Strandbad Müggelsee genannt.

Sehr erfreulich, dass nicht nur große Verwaltungsbauten in die Kategorie: Nationales Kulturgut  kommen! Meines Wissens wurde bislang noch kein Förderantrag auf Bundesebene für die Sanierung der „perle“ beantragt, um die kommunalen Kassen zu entlasten.

Die Suche geht weiter…

Mehr Inspirierendes und Kompetenteres zur Veranstaltung zu lesen bei „marlowes“: Dr. Ursula Baus

 

 

Bitte Parkcafé wieder in Köln-Barometer aufnehmen

VON OLIVER GREBE

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Am letzten Wochenende veröffentlichte der Kölner Stadt-Anzeiger das erste Köln-Barometer für 2017. Insgesamt viermal im Jahr erscheint darin die Rubrik: Wie läuft es bei den wichtigsten Bauvorhaben? Die „perle“ ist diesmal leider nicht mehr dabei. Schade, ist wohl nicht wichtig genug. Anfang 2015 war das Parkcafé sogar mal Senkrechtstarter, nicht nur schräger Pfeil. Von Platz 17 auf 12! Das Barometer ging damals aber auch bis Platz 20.

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Von den aktuellen 10 Plätzen haben leider nur drei einen schrägen grünen Pfeil nach oben: Moschee in Ehrenfeld, Gerling Quartier und Rudolfplatz. Einen Senkrechtstarter gibt es diesmal keinen.

Die Radakteure Helmut Frangenberg und Andreas Damm beklagen im Artikel den Mangel an positiver Vermarktung von Erfolgsprojekten seitens der Stadtverwaltung. „Vor allem mit dem Rheinboulevard ließe sich eine faszinierende, in die Zukunft weisende Botschaft verbinden: Hier ist ein attraktiver, öffentlicher Raum für alle entstanden – ein starkes Symbol für die Stadt der Zukunft, die nach wie vor eine Unmenge an schwierigen Aufgaben zu stemmen hat. Das ginge leichter, wenn man auch das Positive, das Mut-machende sieht.“

Das stimmt unbedingt. Lob motiviert eher als Tadel – kennen wir ja alle bei der Kindererziehung.

„Rheinparkcafé soll 2018 wieder eröffnen“ betitelte die junge Redakteurskollegin Agatha Mazur vor zwei Wochen ihren Online-Artikel zur Eröffnung des Baustellen-Infopavillons vor dem Parkcafé selbst. Ist das kein grüner Pfeil wert?

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Foto von Hans Engels unter Schirm Nr. 11. Open-air Fotoausstellung „Aufbruch! Architektur der 1950er Jahre“ zum gleichnamigen Buch, Köln 2014.

Der Aufbruch bei der Perle ist etwas Positives und Mut-machendes. 60 Jahre nach seiner Eröffnung als Herzstück der Bundesgartenschau 1957 spielt der kleine Erinnerungs- und Sehnsuchtsortort heute eine Schlüsselrolle bei der Reaktivierung des öffentlichen Raumes. Hier kann ein attraktiver, öffentlicher Raum für alle entstehen – ein starkes Symbol für die Stadt der Zukunft. Als Bindeglied zwischen Rheinufer und dem neuen Messegelände kommt dem Rheinpark in der Ost-West Verbindung eine große Bedeutung zu. In der Nord-Süd Richtung verbindet er die neuen städtebaulichen Entwicklungsgebiete Mülheimer Hafen und Deutzer Hafen.

Die Aufnahme des Rheinparkcafés wäre ein Signal gegen den Frust und das Gefühl, dass in Köln nur das Große zählt und es für Kleines keine Lobby gibt. Das wäre sehr traurig…
Also bitte liebe Redakteure: tun Sie Gutes und reden Sie darüber, Sie tragen maßgebend zur Bildung von Aufbruchstimmung bei.

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Werbematerial der Bundesgartenschau 1957

 

 

 

 

 

 

Parkcafé in PASSAGEN 2017

VON OLIVER GREBE

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Sonnendeck des Rheinparkcafés mit PASSAGENWimpel. Holzdach des neuen Infopavillons im Vordergrund

 „It’s Showtime! Die Passagen 2017 eröffnen als größte deutsche Designveranstaltung die internationale Designsaison mit Projekten und Inszenierungen der Créme de la Créme der internationalen Designerszene und entfalten im temporären „Design-Mekka-Köln wieder ihr ganzes Panorama“, eröffnet Schöpferin Sabine Voggenreiter das diesjährige Programmhandbuch.

Pünktlich zum Start der „Interior Design Week Köln. 16 bis 22. Januar 2017“ eröffnete unter der Nr. 174 des Passagenparcours der neue Infocontainer vor dem Rheinparkcafé. Zur Eröffnung hatte Ute Berg, zuständige Dezernentin für Wirtschaft und Liegenschaften der Stadt Köln, sowie die Parkcafé-Betreiber Campione/Tinzmann die Lokalpresse am Montagmorgen um 10 Uhr zur Berichterstattung herzlich eingeladen.

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Pressegespräch am 16.01.2017: Infopavillon vor dem Rheinparkcafé

Leider war die scheidende Bauherrin nicht anwesend und interessierte Bürger waren auch kaum da. Vielleicht lag es am Montagmorgen, recht frisch war es dazu.

Das Interesse der Lokalpresse war jedoch groß und entsprechend die Meldungen am Tag darauf:

Stadtanzeiger: „Auf dem Weg zu altem Glanz“ von Agatha Mazur
Rundschau „Mehr als nur ein Bauzaun“, von Matthias Hendorf
Express „Rheinparkcafé soll 2018 fertig sein“ von Jennifer Meyer
Bild „Es tut sich was im Parkcafé“
Sowie Report-K.de, RTL-West und die Aktuelle Stunde.

„Ich denke wir haben den Nerv getroffen“ kommentierten am Tag darauf auf der Facebookseite die stolzen zukünftigen Betreiber. Der Kiosk im Pavillon soll im März 2017 eröffnen und das sanierte Rheinparkcafé 2018.

Auf eigene Kosten haben die Betreiber einen eigens dafür gestalteten Informationspavillon aus Holz errichtet und vor das Rheinparkcafé gestellt. „Wir möchten ein Zeichen setzen, dass es weitergeht“, betont der Betreiber Roberto Campione. Bürger können sich im neuen Pavillon zum aktuellen Stand der Sanierungsplanung informieren. „Zeichnungen, Skizzen, Zeitungsartikel und ein Miniaturbau vermitteln ein Bild vom neuen Café“.

Neugierig und voller Anerkennung für das Engagement der zukünftigen Betreiber ging ich hinein und war neugierig auf die neuen Pläne für die „perle“. Mein letzter Planungsstand war der Planungsstand Ende 2013, es wurde präsentiert zum Tag des Offenen Denkmals. Bedingt durch notwendige Abstimmungen mit dem Urheberrechtsinhaber und Architektensohn waren 2015/2016 Planungsanpassungen erforderlich geworden, die Planung verzögerte sich.

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Visualisierung der aktuellen Planung im Infopavillon – Rückseite Rheinparkcafé

Groß war mein Erstaunen als ich feststellen musste, dass die Zeichnungen im neuen Infopavillon die gleichen Zeichnungen waren wie 2013. Mit dickem rotem Stift und grünem Stift waren in den alten Plänen lediglich Anmerkungen und Hinweise ergänzt worden.
Die Ausführungsplanung für die Baustelle steht also noch aus. Insbesondere die neue Treppenführung für die Verbindung zum „Sonnendeck“ muss noch komplett geplant werden.

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Visualisierung der aktuellen Planung im Infopavillon – Frontseite Rheinparkcafé

Da weder Bauherr noch Architekt anwesend waren, konnte ich die Frage nicht stellen, ab wann mit der Fertigstellung der Baustellenplanung zu rechnen sei. Die präsentierten Pläne sind es definitiv nicht.

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Zeitungsartikel im Infopavillon – Leitmotiv für Inneneinrichtung des Rheinparkcafés?

Und Innen?
Im Infopavillon zeigt ein Zeitungsartikel eine schicke Innenvisualisierung des alten Entwurfes „Ein Hotel im Rheinpark-Hügel“. Ist diese alte Studentenarbeit das Leitmotiv für die geplante Inneneinrichtung?

„Sobald das Wetter es zulässt wird mit der Betonsanierung begonnen“ , informierten die Betreiber ebenfalls beim Eröffnungstermin. Das ist ziemlich bald in Anbetracht der noch ausstehenden umfangreichen Planungsarbeiten…

Ich hoffe innständig es nimmt sich bauherrenseitig jemand des Projekts verantwortlich an. Die Pächter/Betreiber darf man bei der verantwortungsvollen Aufgabe der Sanierung des überregionalen Schmuckstückes nicht alleine lassen. So viel Zuversicht wie die Pressemeldungen kann ich leider nicht empfinden. Da fehlt noch viel Teamgeist…

Oder bin ich vielleicht in der falschen Show?
PensativO.

Perspektive für Perle im 60. Jubiläumsjahr?

2017 ist ein besonderes Jahr für unsere kleine Kölner „perle“ im Park:  der Rheinpark feiert sein 60-jähriges Bestehen.

In Zeiten von steigender Furcht vor Überfremdung, Radikalisierung und Abwanderung in digitale Welten sind menschliche Begegnungen auf Augenhöhe und gegenseitiger Respekt wichtiger denn je. Als wichtigster Kölner Naherholungspark in zentraler Lage direkt am Rheinufer fördert der Rheinpark den gesellschaftlichen Austausch, klassenübergreifend und kulturübergreifend. Er ist ein Ort an dem wir kommunizieren können und nicht nur konsumieren sollen.

Blumen blühen am Rhein” war das Motto der Bundesgartenschau 1957. Durch Hoffnung, Respekt und Sinnhaftigkeit erblühen Menschen. Das kleine Café im Rheinpark ist ein Ort, an dem der Besucher menschliches Maß und Heiterkeit spürt.

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2007 wurden die Mühen und Aufwendungen der Stadt Köln für die Sanierung der Grünanlage prämiert durch die Auszeichnungen: „Deutschlands schönster Park 2007“ und dem 2. Platz beim Wettbewerb „Europe’s Best Parks 2008“.

Am baulichen Herzstück der Parkanlage ist seit der Eröffnung 1957 nichts geschehen, der Sanierungsrückstand ist enorm.

Im Sommer 2016 berichtete die Lokalpresse über den Beginn der Sanierungsarbeiten nachdem ein Kompromiss gefunden wurde zwischen Stadt, Architekt, zukünftiger Betreiber und dem Sohn des verstorbenen Grazer Architekten als Urheberrechtsinhaber.

Sowohl Urheberrechtsinhaber wie auch der Gestaltungsbeirat der Stadt Köln wurden 2015 neu in den Planungsprozess integriert. Umplanungen waren notwendig geworden um den ursprünglichen Gebäudecharakter zu erhalten.

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Die Kölner Rundschau berichtete im Mai 2016 dass die Betreibergesellschaft demnächst ein Infopavillon aufstellen wird „in dem sich Interessierte über Planungen und Neukonzeption informieren können“. Bislang wurde kein Infopavillon aufgestellt. Öffentliche Informationen über das geplante Betreiberkonzept des Konsortiums und die angestrebten gestalterischen Sanierungsqualitäten gibt es keine, ein Baustellenschild mit Projektverantwortlichkeiten ebensowenig.

Welche architektonischen Qualitäten sind mit dem aktuellen Budget zu retten und wie viel Extra-Budget ist notwendig damit die „Rheinparkperle“ wieder richtig schön wird?

Erschwerend kommt hinzu, dass Anfang Dezember 2016 die zuständige Wirtschaftsdezernentin für die Sanierung des Parkcafés Ute Berg ihren Abschied bekanntgegeben hat. Ab März 2017 ist die Stelle vakant. Politisch wird verhandelt, ob die Stelle überhaupt neu besetzt wird.

Wer ist 2017 als neue Bauherrin oder neuer Bauherr zuständig für die Perle?

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„Bauen für ein schöneres Köln“ betitelte Tim Attenberger im Kölner Stadtanzeiger zum Jahreswechsel seinen Rückblick über die Bauaktivitäten in der Domstadt. Sein Titelbild zeigt groß den Dom und im unteren Bildrand etwas von der neuen östlichen Domumgebung. Textlich kommentiert er die Kölner Großprojekte: Rheinboulevard, Deutzer Hafen, Historische Mitte, Spielkasino, Oper und Schauspielhaus, Kalkberg, Archäologische Zone und Stadtarchiv. Sein Fazit: Verzögerungen und Verteuerungen verringern die Akzeptanz von Großprojekten – Darüber werden Verbesserungen im Stadtbild wie die östliche Domumgebung und der Rheinboulevard leicht übersehen.

Auch Kleinprojekte haben mit Verzögerungen und Verteuerungen zu kämpfen. Bauen ist komplex, unsere Ansprüche und die technischen Anforderungen steigen stets. Wenn es dazu auch noch schön sein soll, kostet es eben einen kleinen Taler mehr. Insbesondere bei einem Denkmal. Die Akzeptanz in der Bevölkerung beim Kleinprojekt Rheinparkcafé kann dafür besser nicht sein. Wenige Gebäude in der Stadt haben solch einen hohen Identifikationscharakter und Erinnerungswert in der Bevölkerung. Umso mehr verwundert es, dass so wenig in der Öffentlichkeit über konkrete Inhalte und Ziele der anstehenden Sanierung bekannt wird.

Es hat mich daher sehr gefreut, dass die Wertschätzungsarbeit von „perle sucht dame“ von der Bundesstiftung Baukultur mit einem Eintrag im „Who is who“ der Baukultur 2016-2017-2018 gewürdigt wurde. Ich hoffe diese „perle“-Ehrung aus Berlin trägt dazu bei, die anstehende Sanierung lokal zu befördern.

2017_rückseite parkcafeEin öffentlicher Dialog über konkrete Inhalte und Ziele der anstehenden Sanierung tut Not.

Unterstützer und Multiplikatoren aus der Stadtgesellschaft sind gefragt, um den ins Stocken geratenen Prozess zu einem guten Ende zu bringen. Die Suche nach öffentlichen Förderern für Schönheit und Gemeinwohl bei der Sanierung der „perle“ in Politik, Presse und Verwaltung hat gerade erst begonnen – noch ist es kein Thema.

AufbruchO!
Oliver Grebe

Bauherrin der Perle geht von Bord

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Innenraumfoto: Oliver Grebe, 2013

Die für den Umbau des Rheinparkcafés zuständige Wirtschaftsdezernentin Ute Berg hat am Wochenende überraschend ihren Abschied mitgeteilt, Sie geht in den vorzeitigen Ruhestand.

Laut Artikel des KStA vom 05.12.16 wollen CDU und Grüne das Wirtschaftsdezernat auflösen. Wer wird nun zuständig sein für die Perle und die bevorstehende Sanierung?

„Der eigentliche Architekt ist der Bauherr“ sagte einmal Álvaro Siza, Jahrgang 1933, international renommierter portugiesischer Architekt und Pritzkerpreisträger 1992.

Wer wird sich nun des kleinen Cafés im Rheinpark annehmen und die notwendigen Entscheidungen treffen, um die respektvolle und denkmalgerechte Sanierung erfolgreich zu Ende zu führen?

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Parkcafé 1957 über den Wassergarten hinweg gesehen.

2017 wird der Rheinpark sein 60-jähriges Jubiläum feiern. Im Frühjahr 1957 eröffnete damals die Kölner Bundesgartenschau unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Konrad Adenauer und des ersten Bundespräsidenten der Republik Theodor Heuss. Eine wundervolle Verbindung von Architektur und Gartenbaukunst und ein Stolz für die Stadt. Das kleine Park-Café war sein Herzgebäude.

Nun ist ungewiss, welchen Zustand das Café im Jubiläumsjahr haben wird. „perle sucht dame“ bedauert den Abschied der Bauherrin und dieser besonders wichtigen Dame für die Zukunft des Rheinparkcafés – und muss leider weiter suchen…

Muy tristO.

Initiave im „Who is who“ der deutschen Baukultur

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Päckchen heute aus der Hauptstadt von der Bundesstiftung Baukultur –
mit herzlichen Grüßen und einem Gratisexemplar des Handbuches der Baukultur für 2016 / 2017 / 2018 „Who is who“ mit unserem Eintrag.
Wir sind dabei! Wahnsinn!!

Das Handbuch ist eine Sammlung an Kontaktdaten und Informationen zu den Baukulturakteuren und ihren vielfältigen Aktivitäten sowie die umfassende Übersicht der Preise, Auszeichnungen und Ehrungen im Planungs- und Bauwesen in Deutschland.

Rheinparkcafé Köln – Initiative „perle sucht dame“ ist zu finden bei Vereine/Initiativen auf Seite 102 unter der Nummer 0562 in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rheinkolleg e.V. in Speyer (0561), dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. in Köln (0560) und der Richard J. Neutra-Gesellschaft in Frankfurt am Main (0563). Diese prominente, überparteiliche und internationale Nachbarschaft ist eine große Ehre und Wertschätzung für das kleine Kölner Rheinparkcafé. Alle Einträge finden Sie auch online unter www.bundestiftung-baukultur.de

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Wir freuen uns sehr über diese Verbundenheit der Bundesstiftung Baukultur und danken den Unterzeichnern des Schreibens Herrn Reiner Nagel als Vorstandsvorsitzender und Frau Silja Schade-Bünsow als Geschäftsführerin des Fördervereins der Bundesstiftung. Für eine Mitgliedschaft im Förderverein werde ich bei den Unterstützern der Initiative werben.

Das Unterstützungsschreiben der Bundesstiftung Baukultur im April 2014 an die Initiative hat maßgeblich zu der überregionalen Beachtung unserer „Perle“ beigetragen und zu der positiven Wendung in der bevorstehenden Sanierung geführt. An dieser Stelle erneuten Dank für die Beachtung unserer kleinen „Perle“.

Mit herzlichem Gruß,
Oliver Grebe

 

Bauherreninfo: Sachstand Sanierung und Wiederinbetriebnahme

 

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Seit dem Startschuss der Sanierung im Frühjahr 2016 ist äußerlich am Park-Café wenig Bauaktivität erkennbar. Über Facebook haben interessierte Liebhaber „perle sucht dame“ nach dem aktuellen Sachstand gefragt.

Auf Nachfrage der Initiative informiert Frau Gramm, zuständige Projektleiterin seitens des Bauherren, Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Köln:

„Die erste Phase der Schadstoffsanierung ist bereits abgeschlossen. Derzeit finden mehrere Untersuchungen (z.B. Kanaluntersuchung) innerhalb des Gebäudes statt. Von außen sichtbare Bautätigkeit wird voraussichtlich wieder ab Anfang des Jahres 2017 in Form der Betonsanierung stattfinden.

Für den von den Betreibern geplante Pavillon wurde die Baugenehmigung erteilt. Die Betreiber befinden sich nun im internen Planungs- und  Abstimmungsprozess mit ihren Partnern.

Ich gehe davon aus, dass wir mit dem Betreiber gemeinsam rechtzeitig über die Eröffnung informieren werden.“

 „perle sucht dame“ dankt Frau Gramm für die Auskünfte.

Die Initiative begrüßt außerordentlich die geplante Errichtung eines Infopavillons. Der Stadtgesellschaft würde damit die Möglichkeit gegeben sich über die Ziele der Sanierung zu informieren und an den Fortschritten der Umsetzung teilzuhaben.

Der Infopavillon wäre eine gelungene Maßnahme, die Hoffnung der Kölner auf eine erfolgreiche Rettung dieser kleinen – aber feinen – Architekturperle zu bewahren.

Wir hoffen auf baldige Umsetzung und Eröffnung!

Weitere Details zur Sanierung, Inbetriebnahme und Abstimmung mit dem Urheberrechtsinhaber können in der Mitteilung der Bezirksvertretung vom 09.06.2016 nachgelesen werden.

Umbau des Kölner Park-Cafés geht weiter

Deutz, 24.05.2016 Kölnische Rundschau
Die Sanierung des denkmalgeschützten Park-Cafés im Rheinpark wird in wenigen Wochen weitergehen, teilte Sigrid Gramm vom Amt für Wirtschaftsförderung auf Anfrage der Rundschau mit. Die Abstimmungsgespräche mit dem Sohn des Urheberrechts-Inhabers seien so gut wie abgeschlossen, eine Einigkeit sei erzielt worden. Nachdem die Entkernung des Gebäudes aus dem Jahr 1957 schon weitgehend erfolgt ist, stehen als nächstes die Schadstoff-Beseitigung und Betonsanierung an. Gramm geht von einer zweijährigen Bauzeit aus bis zur Neueröffnung 2018.

Wegen der Abstimmung mit dem Architekten-Sohn hatten die im Herbst aufgenommenen Arbeiten in den letzten Monaten überwiegend geruht. Schon länger steht fest, dass die für nächstes Jahr angestrebte Wiedereröffnung dadurch nicht mehr möglich ist.

Das Park-Café soll gastronomisch als Ganzjahresbetrieb bewirtschaftet werden. Im Gegensatz zu früher bekommt es eine innere Verbindung der Etagen, unter anderem, um die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Vor dem eleganten 50er-Jahre Bau mit seinen geschwungenen Terrassen wird die Betreibergesellschaft demnächst einen Pavillon aufstellen, in dem sich Interessierte über Planungen und Neukonzeption informieren können. Im Erdgeschoss des Gebäudes sind ein Café und ein Kiosk vorgesehen, im ersten Geschoss ein mediterranes Restaurant, im zweiten Obergeschoss eine Lounge. (KE)

Fragen von „perle sucht dame“:
Was hat sich in Bezug zur Sanierungsplanung 2014 verändert?
Wird die Rampe abgerissen?
Entsteht der neue Aufbau im zweiten Obergeschoss?

CuriosO.

 

 

Nachbar Messe wird elegant

In unmittelbarer Nachbarschaft zur Perle haben „Eleganz“ und „Transparenz“ den Ausschlag bei der Jury gegeben, das Architekturbüro JSWD aus Köln gewann den Architekturwettbewerb zur Neugestaltung der Messe. Mehr Hintergründe auch hier: Köln-Deutz-Extra, 21.03.2016.
Bildschirmfoto 2016-03-23 um 23.01.05Ende letzten Jahres war die Jury noch nicht so glücklich: die Finalisten wurden zur Überarbeitung der Entwürfe gebeten, weil Nachbesserungsbedarf in Fragen der Atmosphäre gesehen wurde. „Die kommt noch nicht so ganz durch“ (Jury-Vorsitzender Kaspar Krämer). 600 Millionen Euro will die Messe bis 2030 investieren für „einen der attraktivsten innerstädtischen Messegelände der Welt“ (Kölner OB und Aufsichtsratschefin Henriette Reker).

Die Initiative „perle sucht dame“ freut sich über die neuen Entwicklungen in der unmittelbaren Nachbarschaft. Die städtebauliche Öffnung der Messe zum Rhein hin und zur Stadt werden dazu beitragen den Rheinpark und seine architektonischen Schätze Tanzbrunnen, Staatenhaus und Rheinparkcafé mehr Wertschätzung zukommen zu lassen.
Wer als Messebesucher aus der neuen Magistrale kommt und über den Rheinpark zum Rhein möchte, wird zuerst an den verschlossenen und uneleganten Rückfronten von Staatenhaus und RTL-Parkhaus vorbeigehen müssen und dann im Rheinpark direkt am Parkcafé vorbeikommen.
Bildschirmfoto 2016-03-23 um 22.37.25Eleganz, Transparenz und Leichtigkeit sind auch Hauptmerkmale der Architektur der 1950er Jahre und beim Parkcafé besonders gut gelungen. Es wäre erfreulich, wenn diese architektonischen Gewinner-Kriterien der Neugestaltung der großen Messe bei der bevorstehenden Sanierung des kleinen Parkcafés den gleichen Stellenwert bekommen würden.

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Quelle: Volker Dennebier aus Drohne 2015

Die Messe sagt: we energize your business
Die Perle fragt: who will energize our urban beauty?

CuriosO.

 

Kunst im Rheinpark gestohlen

Am vergangenen Wochenende wurde in unmittelbarer Nachbarschaft zum Parkcafé die Bronzeskulptur „Zwei Störche“ des Bildhauers Philipp Harth aus den 1950er Jahren  gestohlen, der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete.

160315_KStA_2 Störche gestohlenEin großer Verlust für den schönen Rheinpark und den öffentlichen Raum. Ein winterliches Foto von 2015 zeigt das grazile Zusammenspiel zwischen dem Storchenpaar und der Perle.

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Traurig, jetzt ist die Perle noch einsamer.
TristO.

Betonsanierung erforderlich

berichtet die Redakteurin der Kölnischen Rundschau Bianca Pohlmann in ihrem Artikel Wiedereröffnung des Parkcafés verzögert sich. Der angekündigte Eröffnungstermin im Sommer 2017 ist nach Auskunft der Wirtschaftsdezernentin Ute Berg nicht zu halten, so der Artikel. Aktuell herrscht Stillstand auf der Baustelle.

Ein Grund für die Verzögerung sind die noch nicht abgeschlossenen Abstimmungen mit dem Urheberrechtsinhaber. Dieser hatte 2015 Bedenken zur bestehenden Planung geäußert. Ein weiterer Grund kann die Betonsanierung sein, von der Notwendigkeit solch einer Maßnahme wird in dem Artikel zum ersten Mal öffentlich gesprochen. Die Höhe der Kosten für die Betonsanierung sei aber noch nicht absehbar.

Die Initiative „perle sucht dame“ wünscht konstruktive Abstimmungen sowie wertschätzende und erhaltende Maßnahmen.
AufbruchO.

Ein hoffnungsvolles 2016!

 

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Liebe Unterstützer und Interessierte,

2016 wird das entscheidende Jahr für die Zukunft des Parkcafés – nach der Betreiberfindung 2015 soll jetzt die Sanierungsplanung konkretisiert werden und es soll gebaut werden.

Die hohe Identifikation der Stadt Köln mit dem kleinen Café aus den 1950er Jahren wird deutlich anhand des Jahresrückblicks 2015 im Kölner Stadt-Anzeiger: die Sanierungsmeldung des Parkcafés im März ist eine von drei Nachrichten der Themenfelder Architektur und Stadtplanung der gesamten Stadt.

2016 folgt die schwierige Aufgabe das Sanierungskonzept für das Baudenkmal zu konkretisieren und umzusetzen. Unserer Perle wünschen wir in ihrem Schicksalsjahr drei Dinge: Hoffnung – auf eine behutsame und würdevolle Sanierung. Respekt – vor ihrer zeitlosen Eleganz und ihrem einmaligen Charme. Verantwortung – bei der Umsetzung eines Bewirtschaftungskonzepts, welches der mangelnden Infrastruktur für Familien mit Kindern im Rheinpark hoffentlich Rechnung trägt.

Ich möchte, dass Köln dahinkommt, wo es hingehört – in die Champions League der deutschen Städte.“, so die neue Oberbürgermeisterin Henriette Reker jüngst in ihrer Antrittsrede. Das Eröffnungsbild der Bundesgartenschau 1957 mit Bundeskanzler Adenauer zeigt, dass Köln vor 59 Jahren zu dieser Liga gehörte.

Die Initiative „perle sucht dame“ ist davon überzeugt, dass die Sanierung des Parkcafés im Rheinpark ein Leitbildprojekt werden kann für die Wertschätzung von Baukultur im öffentlichen Raum und für die Wertschätzung der Bürger dieser Stadt. Mit kleinem Budget ist eine Strahlkraft weit über die lokalen Grenzen hinaus möglich.
Dafür engagieren wir uns!

Sehr viel Teamgeist und Wille seitens der vielen unterschiedlichen Beteiligten ist dafür noch erforderlich. „perle sucht dame“ hofft, dass sich die Reformziele der neuen Oberbürgermeisterin positiv und ganz konkret auf die Zukunft des Parkcafés auswirken – dann hätte unsere Perle ihre Dame gefunden…

Auf ein hoffnungsvolles 2016!
Oliver Grebe, Initiator


Rückblick 2015
Mit Aktionen, Informationen und Kommentaren haben wir 2015 die Wertschätzung des  Parkcafés gefördert. Hier eine Auswahl:

Dez. Erwähnung durch „Liebe deine Stadt“ 
Nov. Engagement der Politik (SPD)
Sept. Künstler als neue Nachbarn
Aug. Initiative im Deutschen Architektenblatt
Juli. Offener Brief an OB wird beantwortet
Juni. Wertschätzung von Bundesstiftung Baukultur und Goethe-Institut
Mai. Kritisches in moderneREGIONAL
Kämpferisches: Offenen Brief an Kölner OB übergeben
April. Didaktisches zur Wegeführung
März. Besorgtes von koelnarchitektur
Pressestimmen zur Betreibervorstellung
Mai. Hoffnungsvolles: Nobelpreis Architektur im Rheinpark
Februar. Presseerwähnung im Köln-Barometer

Dank an Merlin Bauer für den Aufbruch

Zum Anlass des zehnjährigen Jubiläums von Liebe deine Stadt ist in der November-Ausgabe der stadtrevue folgendes Interview mit Merlin Bauer zu lesen. Der Konzept- und Aktionskünstler startete 2005 sein Projekt als Appell an die Kölner Öffentlichkeit und gegen den „administrativen Vandalismus“. Mit seinem Projekt forderte er mehr Wertschätzung und Verantwortung ein gegenüber dem vorhandenen baukulturellen Erbe der Nachkriegsarchitektur. Über Jahre hinweg ehrte er einzelne Bauten und brachte sie in das kollektive Gedächtnis zurück. 2007 verlieh er dem Kölner Parkcafé die Liebe deine Stadt-Preisschleife mit Festreden von Aleida Assmann und Jan Assmann.

Neben dem Schauspielhaus als Signal des Aufbruchs benennt Merlin Bauer in diesem Interview die Initiativen beim Helios Gelände und das Parkcafé im Rheinpark. Das ehrt uns sehr!

Wir sind gespannt auf die angekündigte große Jubiläumskampagne die am 20. November losgeht und wünschen ihm viel Erfolg. Die „Liebe deine Stadt“-Anhänger möchten wir ermutigen, sich eigenverantwortlich und konkret für den Erhalt ihrer stummen Lieblinge einzusetzen.

AufbruchO.

151113_stadtrevue_Interview M. Bauer

Oberbürgermeisterkandidat OTT engagiert sich für PERLE

Herr Jochen Ott (SPD) beantwortet das Schreiben von „perle sucht dame“, welches ihm im Haus der Architektur Köln, im Rahmen der Veranstaltung „Baukulturelle Prüfsteine zur OB-Wahl“, übergeben wurde.

Wir bedanken uns für die persönliche Antwort bei Herrn Ott und freuen uns besonders über diese Insidernachricht:

Die Stadtverwaltung (Bauherr) hat endlich einen Gesprächstermin mit dem Urheberrechtsinhaber finden können, um die weitere Sanierungsplanung abzustimmen.

Als zukünftiger Oberbürgermeister möchte Herr Ott dafür Sorge tragen, dass bei der anstehenden Sanierung, die Belange des Denkmalschutzes sowie erhaltens– und schützenswerte Gestaltungsaspekte berücksichtigt werden müssen.

Herr Ott ist optimistisch, dass das Rheinparkcafé künftig in neuem Glanz und unter Beibehaltung seines Charmes erstrahlt. Wenn sich weiterhin so prominente Paten finden und engagieren, sind wir ebenso optimistisch!

AufbruchO.

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Willkommen Kölner Oper im Rheinpark

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Der Kölner Rat hat sich am vergangenen Donnerstag für das Staatenhaus als Interimsstandort für die Kölner Oper entschieden. „perle sucht dame“ freut sich außerordentlich über diese Entscheidung der Politik und über den kulturellen Brückenschlag.

Die Kölner Oper wird nationale und internationale Künstler und Kulturliebhaber in den Rheinpark führen und die notwendige baukulturelle Wertschätzung des Gesamtensembles zum Wohle der Stadt fördern.

Wir wünschen allen Beteiligten den erforderlichen Teamgeist, um das Ziel der Saisoneröffnung 2015/2016 erfolgreich zu realisieren.

Wir wechseln den Song auf der Playlist unserer Website und senden „Hommage“ von Aly Keita als musikalischen Willkommensgruß an alle Künstler, die sich alternativlos für diesen Interimsstandort ausgesprochen haben.

AufbruchO.

JA zur Interimsnutzung Staatenhaus

In der heutigen Ratssitzung wird über den Interimsstandort für die Kölner Oper entschieden.

Die Opernnutzung im Staatenhaus bietet die einmalige Chance zur notwendigen Aufwertung des gesamten Rheinparkareals und seinem vernachlässigten architektonischem Erbe.

„perle sucht dame“ wünscht den Ratsmitgliedern mit diesem Bildgruß Mut zum JA für das Staatenhaus und für den Standort in Rhein- und Domnähe.

MUT zur bauKULTUR.
AufbruchO.

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PERLE im Deutschen Architektenblatt

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Im August-Heft berichtet das DAB unter dem Thema „engagiert“ über die Initiative. Großen Dank an die Redakteurin Cornelia Dörries und an die Redaktion! Diese überregionale Beachtung ist eine wertvolle Motivation, um in die respektvolle und qualitative Sanierung dieses Kölner Baudenkmals der Nachkriegszeit zu investieren.

Besonders gefreut haben wir uns darüber, das Park-Café im Titelbild des Beitrages Überzeugungstäter zu finden. Der Artikel berichtet über mehrere bedrohte bundesdeutsche Baudenkmäler. Von „Rettung“ der Kölner Perle zu sprechen ist jedoch verfrüht; die Sanierung hat baulich noch nicht begonnen. Die überarbeitete Ausführungsplanung, in Abstimmung mit Denkmalpflege und Urheberrechtsinhaber, wurde der Öffentlichkeit noch nicht vorgestellt. Wir sind gespannt!

Fachdienststelle beantwortet Offenen Brief von Initiative

Die zuständige Fachdienstelle für die Sanierung des Rheinparkcafés der Stadt Köln, Amt für Wirtschaftsförderung und Arbeitsmarktförderung, beantwortet als Bauherr mit beiliegendem Schreiben den Offenen Brief an den Kölner Oberbürgermeister Herrn Roters von „perle sucht dame“  https://rheinparkcafe-koeln.de/offenen-brief-an-koelner-oberbuergermeister/

Die wichtigsten Neuigkeiten:

  • Herr von Steinbüchel-Rheinwall – Urheberrechtsinhaber, Architekt und Sohn des erbauenden Architekten – hat um Überprüfung der bestehenden Planung gebeten bezüglich Rampe und Aufbau im Obergeschoss
  • Die bestehende Planung bildet einen Zwischenstand ab und ist nicht die endgültig abgeschlossene Planung
  • Ein Arbeitsmodell wird gebaut zur besseren Visualisierung der Optionen
  • Ausführungsplanung erfolgt in Kooperation mit dem Amt für Denkmalpflege
  • Einbindung von Geschäftsführer Gestaltungsbeirat der Stadt Köln
  • Einbindung von Geschäftsführer AFR (Architektur Forum Rheinland e.V.)

„perle sucht dame“ dankt Frau Gramm für diese hoffnungsvollen und positiven Nachrichten im Sinne der Wertschätzung unserer PERLE. Wir sind gespannt und voller Vorfreude auf den öffentlichen Vorstellungstermin von Ausführungsplanung mit neuem Modell.

CuriosO.

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Heute vor einem Jahr: Aufbruch! in Köln

Zum 1-jährigen Jubiläum dankt „perle sucht dame“ Fans und Supporter. Weiter so!

Wir blicken auf gemeinsame Erfolge zurück und informieren kurz über den aktuellen Sachstand.

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Heute vor einem Jahr eröffnet die Kölner Initiative zur Wertschätzung des Rheinparkcafés „perle sucht dame“ – in den Räumen der Stiftung Stadtgedächtnis – die Fotoausstellung „Aufbruch! Architektur der 50er Jahre in Deutschland“ zum gleichnamigen Buch von Hans Engels:
https://rheinparkcafe-koeln.de/vernissage-von-aufbruch/

Mittelpunkt der Ausstellung der großformatigen Bilder bundesdeutscher Architekturikonen war das Rheinparkcafé Köln. Architekt: Rambald von Steinbüchel-Rheinwall, 1957. Die Fotoausstellung 2014 weckte die öffentliche Wahrnehmung und die Wertschätzung für das höchst sanierungsbedürftige einzigartige Baudenkmal im Rheinpark.

Am 19. März 2015, nach über 40-jährigem Leerstand, gibt die Stadt Köln den Neustart bekannt. Zum Pressetermin stellt das Amt für Wirtschaft und Liegenschaften die Planung, den Architekten und den zukünftigen Betreiber vor. Nach bevorstehender Sanierung mit Umbau wird als Eröffnungsziel 2017 genannt.

Am 11. Mai 2015 wendet sich „perle sucht dame“ mit einem Offenen Brief an den Kölner Oberbürgermeister mit der Bitte die Planung zu überdenken:
https://rheinparkcafe-koeln.de/offenen-brief-an-koelner-obe…/
Die Kritik wird durch Fachkreise unterstützt, insbesondere durch Frau Prof. Dr. Hiltrud Kier, Stadtkonservatorin a.D. der Stadt Köln:
https://rheinparkcafe-koeln.de/rheinparkcafe-versaubeutelung/

Der Aufbruch! hat gerade erst begonnen – Entwicklungshelfer für die Rettung von Kleinem und Schönem werden weiterhin gebraucht…
Euer Starter Oliver Grebe

Groupie statt Selfie

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Am Sonntag den 28. Juni, am Tag der Architektur 2015,  laden wir zum spontanen Fototermin mit PERLE um 16 Uhr am Rheinparkcafé ein.

Mit einem Gruppenfoto möchten wir das Interesse und die Wertschätzung für dieses Kölner Kleinod der Nachkriegsarchitektur in der Öffentlichkeit fördern.

Zeigst Du Gesicht, bist Du dabei?

Ob klein oder groß,
ob jung oder alt,
diese schöne Kölner Perle
lässt keinen kalt.

Drum komm vorbei,
mach einen „Clic“,
Deine Beachtung
macht Sie wieder chic!

Bis Sonntag,
Oliver

PERLEn verschwinden im Grün

Beim Offenen Forum Baukultur 2015 in Köln hatte ich das Glück im frisch erschienenen Architekturführer Köln – 103 Zeitgenössische Bauten und Quartiere – zu blättern. Natürlich suchte ich direkt nach dem Rheinparkcafé…

Mit Schrecken stellte ich fest, das Herzgebäude des Rheinparks existiert im Lageplan nicht, ebenso wenig wie das Rosencafé in der Nähe der Zoobrücke, am Nordrand des Rheinparks. Keine Spuren mehr, alles im wohlwollenden Kölner Grün verschwunden.

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Ist es Absicht oder nur ein Druckfehler?

Der für 1957 moderne Gebäudeumriss des Park-Cafés ist zugegebenermaßen komplex: Welche Rampe oder welche Brücke zum Gebäude gehört ist gar nicht so einfach – die hohe Kunst besteht in der Symbiose von Natur und Architektur. In anschaulichen Diagrammen zeigt es Matthias Dittmann auf dieser Website. Dem Rosencafé von 1957 wurde mit dem Betreiberkonzept der Claudius-Therme von 2005 die ursprüngliche Nutzung durch die Rheinparkbesucher bereits genommen – wie im Lageplan gibt es für Spaziergänger das ehemals stattliche Café nicht mehr.

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Die Zahl „6“ gibt am Standort des Park-Cafés einen Hinweis dem ich folge… auf der Bildseite ist dann doch noch ein Foto der PERLE zu sehen ist. Ufff!

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Ein Gefühl der Trauer und Nachdenklichkeit bleibt:
Ist das ein Zeichen für die bevorstehende Zukunft des Gebäudes?
Wird die PERLE überwuchert vom Rheinparkgrün oder dem Vergessen der Fachkollegen?
Wer sonst kann Wertschätzung und Wandel befördern?

Nur Beachtung, Solidarität und Werbung für noch vorhandene baukulturelle Schönheit kann daran etwas ändern.
AufbruchO.

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Bundesstiftung Baukultur und Förderverein werben für PERLE

Die Bundesstiftung Baukultur und der Förderverein der Bundesstiftung Baukultur schenkten zum Abschluss des Offenen Forums Baukultur 2015 in Köln der Perle Park-Café dieses schöne Motivationsfoto. Danke Unterstützer!

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(v.r.n.l) Esther Schwöbel, Projektmitarbeiterin, Berlin / Reiner Nagel, Vorsitzender der Stiftung, Potsdam / Oliver Grebe, Starter der Initiative, Köln / Andreas Fritzen, Vorstandsmitglied Förderverein, Köln.

Die Veranstaltung im wunderschönen revitalisierten 50er Jahre-Bau – dem ehemaligen Amerikahaus – gibt der Initiative Kraft und Mut zum Träumen und zum weiteren Werben um institutionsübergreifende Solidarität für Schönheit und Gemeinschaft. Mit Teamgeist könnte das Park-Café das nächste gerettete Schätzchen sein…

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr, am 7. Juni 2014, besuchte die PERLE die Fritz-Thyssen Stiftung zum Anlass des Cologne Latin America Symposium, mehr…
AufbruchO.

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Mit besten Grüßen aus Riga

Zum Abschluss der Fotoausstellung von Hans Engels „Aufbruch! Architektur der fünfziger Jahre in Deutschland“ erhält die Initiative „Pērle meklē dāmu” dieses motivierende Teamfoto des Goethe-Instituts aus der Hauptstadt Lettlands im Baltikum.

Perle in Riga
Das Gruppenbild mit PERLE wird begleitet von den freundlichen Zeilen der Programmkoordinatorin Antra Balode: Das Goethe-Institut Riga, das seit mehreren Jahren auch Projekte zur kulturellen sowie sozialen Nutzung von Leerstand in baltischen Ländern verwirklicht, unterstützt Sie! Aktuelle Teilnehmer der Aktion: Vertreter verschiedener lettischen Städte während des Seminars im Goethe-Institut Riga am 02.06.2015.

Nachdem die Ausstellung in Köln im Sommer 2014 zu sehen war, wurde Sie vom Goethe-Institut erst in Porto und anschließend in Riga präsentiert. Initiative berichtete.

Für die Solidarität bedankt sich „perle sucht dame“ mit einem musikalischen Gruß der Kölner Schauspielerin, Schlagersängerin und Theaterdirektorin Trude Herr (1927-1991): Älter Sein. Songtext. Trude Herr war ein Deutscher Star der 50er Jahre. Mehr… Besonders empfehlenswert sind auch die Songs: Ich sage wat ich meine und Ming Stadt (Album 1987)

Songstart über die Homepage, Playtbutton oben links, einige Sekunden Geduld bis zum Upload – dann lauschen und schauen…
AufbruchO.

Durch die Blume

Alles so schön bunt hier! betitelt Uta Winterhager ihren Artikel vom 11.05.15 in koelnarchitektur, in dem Sie über die Hintergründe und die bevorstehende Sprengung der Deutschen Welle am Radertalgürtel berichtet. Sprengung ist beim Park-Café zum Glück nicht zu befürchten, aber bunt ist mittlerweile nix an ihm.

Schön bunt ist es jedoch wieder im Rheinpark und in den Beeten unmittelbar vor dem traurigen Café; der Standort für das Artikelfoto vom 03.06.2015 des KStA ist das Oberdeck des umzäunten Gebäudes.
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Wie sieht das Bild in die andere Richtung aus, in Richtung Park-Café?

Seit den Pressemitteilungen Mitte März 2015, im Zusammenhang mit der erfreulichen Betreiberfindung, hat es keinerlei Berichterstattung über die geplanten weiteren Schritte der Akteure der Sanierung gegeben. Tim Attenberger erwähnt am Rande seines Artikels am 02.06.2015 im KStA Bretterbudenzauber im Rheinpark die Haltung der ehemaligen Stadtkonservatorin Hiltrud Kier zur aktuellen Sanierungsplanung „angedachte Versaubeutelung“.

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Was bedeutet das für den Sanierungsprozess?
Wird die ehrliche Meinung dieser mutigen Dame berücksichtigt?

Der Mangel an Informationen durch die Lokalpresse ist traurig – der Mangel an Neugierde jedoch noch viel mehr. Diese schwierige aber wunderschöne städtische Immobilie braucht das, was sie baulich verkörpert: Offenheit, Transparenz und die Haltung der Nachkriegszeit es anzupacken. Gebraucht wird jetzt die Fähigkeit und der Wille zum Miteinander der vielen beteiligten Akteure – dann gelingt auch der neue AufbruchO.

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