Kölner Perle 1957.

 

 

Kölner Perle heute.... 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freunde & Förderer:
Jochen Wink, Architekt, Köln
Daniela Gockel, Architektin, Köln
Carmine Magna, architetto, Roma
Zenepa Ljikovic, Architektin, Ulcinj
Dorothea Grebe, Erzieherin, Sontra
TEQTRA, traductores e intérpretes sl, Barcelona
Peter Rau, Neu-Isenburg
Johannes Vera von Bargen, Consejo Nacional de la Cultura y las Artes, Chile
simoneBCN
Marion Sollbach, Nachhaltigkeitsmanagerin, Köln
Christa Klose, Sonderschullehrerin, Berlin
Antonio Medina Cabrera, Tenor, Las Palmas de Gran Canaria
Prof. Erich Schneider-Wessling, Architekt, Köln
Konrad Adenauer, Köln
Dipl. Ing. Architektin Karin Piesch, Quartiersmanagerin, Köln
Hans-Wilhelm Grebe, Managua

Der Rheinpark

Auf dem rechtsrheinischen rund 48 Hektar großem Gelände fanden drei große, überregional bedeutsame Ausstellungen statt: Die Werkbundausstellung 1914, die Pressa 1928 und die erste Bundesgartenschau 1957.

Rheinpark_VogelP_M_markiert_0077 Rheinpark 1957

Werkbundausstellung 1914. Die vor 100 Jahren stattfindende Werkbundausstellung war eine großflächige Architektur- und Kunsthandwerkausstellung, die erste Leistungsschau des 1907 gegründeten Deutschen Werkbundes. Der freie Zusammenschluss von Architekten, Künstlern, Handwerkern, Industrieunternehmen, Publizisten und Kaufleuten hatte sich eine “allgemeine Anhebung der Geschmackskultur” zum Ziel gesetzt. In Abkehr von den eher unselbstständig nachahmenden historisierenden Stilelementen des Deutschen Kaiserreichs. Die Werkbundausstellung von 1914 gilt als eine der Geburtsorte der Architekturmoderne. Von den damals über 50 exemplarischen Gebäuden sind leider keine Hinterlassenschaften mehr zu finden.

Pressa 1928. Die sechs monatige internationale Ausstellung des gesamten Pressewesens sollte der wachsenden kulturellen und ökonomischen Bedeutung des Zeitungswesens und der Kommunikationstechnik Rechnung tragen. Im Anschluss an die große Eröffnungsveranstaltung, zu der Regierungsmitglieder und 200 ausländische Diplomaten erschienen, zählte die Messe fünf Millionen Besucher aus aller Welt. Die Pressa belebte die Kölner Wirtschaft und war damit auch für den damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer ein Erfolg, der die Entwicklung Kölns zum Ausstellungs- und Messestandort maßgeblich mit vorangetrieben hat. Aus heutiger Perspektive kann die Messe auch als erster Schritt der Stadt Köln auf dem Weg zum Medienstandort betrachtet werden.

NS-Zeit. Während der NS-Zeit wurde das Messegelände erst als Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht genutzt und später als Sammellager. Von hier aus wurden ab 1941 circa 11.000 Juden und Jüdinnen aus dem Rheinland in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert. Als der Krieg zu Ende ging, war der Rheinpark eine Trümmerwüste. Auf weiten Flächen türmte sich der dort abgekippte Trümmerschutt. Der akute Brennstoffmangel führte zu Abholzungen von Bäumen und Sträuchern.

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Mahnmahl mit Gedenktafel am Rheinufer, Foto 2014.

Bundesgartenschau 1957. Nach einem Jahrzent der dringendsten Wiederaufbaumaßnahmen sah Köln in einer Gartenschau die Chance, “ bei allen Sorgen, die wir haben, auch einmal anderer Dinge anzunehmen …, auch an die Verschönerung der Stadt und an die Erholung der Bürger zu denken”. (Stadtverordneter Theo Burauen) Unter den 55 vorgelegten Wettbewerbsentwürfen ging der 1. Preis an den Grazer Architekten Rambald von Steinbüchel-Rheinwall und den Gartenarchitekten Herbert W. Dirks aus Bad Nauheim. Um den Erfolg der Kölner Gartenschau zu garantieren, wurden eine Vielzahl an Werbemaßnahmen durchgeführt.

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Als Hauptmotiv zierte “Colonius” das gesamte Werbeprogramm der Gartenschau 1957.

Ein Jahr davor wurde ein Prospekt mit Vorabinformationen an Reisebüros, Fluggesellschaften und deutsche Auslandvertretungen sowie auf dem in Köln stattfindenden Katholikentag verteilt. Unter dem Motto “Blumen blühen am Rhein”  wurde die Bundesgartenschau 1957 durch den Bundeskanzler Konrad Adenauer und den Bundespräsidenten Theodor Heuss eröffnet. Sie hatten ebenfalls die Schirmherrschaft für die ambitionierte Ausstellung übernommen.

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Blick auf den grossen Blumenhof vor den Parkcafé-Terrassen 1957.

Deutschlands schönster Park 2007. In diesem Jahr wurde das 50-jährige Bestehen des Rheinparks gefeiert. Die aufwendigen Sanierungsarbeiten durch die Stadt Köln zum “Jubiläum” wurden belohnt durch die Auszeichnung “Deutschlands schönster Park 2007” und dem 2. Platz beim Wettbewerb “Europe’s Best Parks 2008”.

Zu den herausragenden Eigenschaften des großen Geländes zählt seine zentrale Lage direkt am rechten Rheinufer. Die räumlichen Konturen mit freigehaltenen Sichtachsen zu markanten Gebäuden auf der linksrheinischen Stadtsilhouette ermöglichen die optische Verbindung zur linksrheinischen Innenstadt. Der gesamte Rheinpark als Grünanlage von zwei Bundesgartenschauen und sein bauliches Erbe ist ein wichtiger Baustein in der Versorgung der Stadt Köln mit öffentlichem Grün.

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Blick aus dem nördlichen Parkbereich auf die Innenstadt, 2014.

2014. Die aktuellen rechtsrheinischen Projekte: Rheinboulevard, Neugestaltung Ottoplatz und Mühlheimer Hafen befördern eine Stadtentwicklung der Rheinufer auf Augenhöhe. Die Aufwertung dieser Bereiche wird ebenfalls die Attraktivität des zentralen Rheinparks erhöhen. Die Grundlage für die nachhaltige Entwicklung des Parks ist eine qualitative Ausstattung mit adäquaten öffentlichen Nutzungen für die Kölner Bürgerinnen und Bürger.

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Fotoausschnitt des Info-Containers “Rheinboulevard” an der Hohenzollernbrücke in Köln-Deutz, bemalt durch Schüler der Kaiserin-Augusta-Schule, 2013.

 

 

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